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Nikolaustasting mit Ewald Stromer

Laßt uns froh und munter sein und uns recht von Herze fre­un”

so begin­nt eine der bekan­ntesten Volk­sweisen zum Advent. Inzwis­chen sind wir ein wenig erfahren­er und reifer gewor­den und stellen schon längst nicht mehr den Stiefel vor die Tür (es sei denn wir sind aus­gewiesene Fetis­chis­ten und lassen uns wie Quentin Taran­ti­no in dem Film “From Dusk Till Dawn” von Salma Hayek alias San­tan­i­co Pan­de­mo­ni­um mit dem Wass­er des Lebens ver­führen).

Nun aber zurück in die nicht min­der schöne Real­ität. Die jugendliche Kraft und Neugi­er der Kind­heit haben wir uns erhal­ten und lediglich den Stiefel gegen das Tast­ing­glas getauscht. In die Rolle des Niko­laus schlüpfte Ewald J. Stromer, Marken­botschafter von Bruich­lad­dich, und seine Gaben­truhe war wieder ein­mal reich gefüllt. Bere­its zum zweit­en Mal durften wir Ewald in unserem Vere­in begrüßen. Das auf 60 Plätze lim­i­tierte Vere­in­stast­ing war inner­halb von Tagen aus­ge­bucht.

Damals bei seinem ersten Besuch führte uns Ewald in das The­ma “We believe Ter­roir Mat­ters” ein, das Bruich­lad­dich seit­dem weit­er kon­se­quent fort­führt. Inzwis­chen ver­sor­gen 19 Far­men auf Islay Bruich­lad­dich mit Ger­ste, das ist immer­hin rund ein Drit­tel des gesamten Bedar­fes. Sorten wie Optic, Oxbridge, Con­cer­to und Pub­li­can find­en wieder Ver­wen­dung. Wer mehr zu dem The­ma wis­sen möchte, dem empfehlen wir unseren Beitrag zum ersten Tast­ing mit Ewald von Okto­ber 2015.

Dem Anlass entsprechend war der Tast­in­graum dieses Mal entsprechend her­aus­geputzt, zum Ein­tritt gab es die oblig­a­torische Niko­laus­mütze und einen Begrüßungscock­tail auf Basis von Botanist, Port Char­lotte und rotem Wer­mut.

Den Anfang macht­en die unge­torften Abfül­lun­gen: Islay Bar­ley 2009, Islay Bar­ley 2010 und The Clas­sic Lad­die. Wun­der­bare Aromen wie weiche Vanille, Malz, süße Frucht­noten, Zitrone, mar­itime Noten, gepaart mit wun­der­bar aus­bal­anciert­er Cremigkeit und Öligkeit wet­teifern um die Aufmerk­samkeit unser­er Sen­sorik.

Als 2012 der franzö­sis­che Konz­ern Rémy Coin­treau die Des­til­lerie Bruich­lad­dich über­nahm, ging ein Auf­schrei durch die Whiskyge­meinde. Was würde aus der “Pro­gres­siv Hebridean Dis­tillery” wer­den. Inzwis­chen wis­sen wir, dass die Über­nahme ein Glücks­fall war. Die damals ein­geleit­ete Straf­fung des Port­fo­lio wurde bere­its durch Jim McE­wan ein­geleit­et. Rémy Coin­treau stärk­te die Ver­trieb­swege, mis­chte sich anson­sten aber in die Kreativ­ität und Aus­ge­fal­l­en­heit von Bruich­lad­dich nicht ein.

Nach dem Auss­chei­den von Jim McE­wan über­nahm dessen Zögling Adam Han­nett die Posi­tion des Head Dis­tillers bei Bruich­lad­dich und set­zt seit­dem den Stil des Haus­es unbeir­rt fort.

Bevor es rauchig wurde kon­nten wir uns aus­giebig stärken mit den all­seits bekan­nten guten High­land Cat­tle Würsten der Fam­i­lie Strubel, irischem Kilken­ny sowie Weißbrot und Käse.

So gestärkt ging es an die Verkos­tung der rauchi­gen Abfül­lun­gen: Port Char­lotte 10, Port Char­lotte Islay Bare­ly 2011 und Port Char­lotte MRC:01 2010 (alle mit rund 40 ppm). Immer wieder faszinierend ist die unter­schiedliche Sen­sorik der bei­den erst­ge­nan­nten PC’s. Während der PC 10 in der Nase kaum Rauch bietet, kommt der PC Islay Bare­ly in der Nase schon kräftig daher, auf dem Gau­men präsen­tieren sich bei­de PC’s genau gegen­läu­fig. Mann kön­nte stun­den­lang darüber philoso­phieren. Der PC MRC:01 reifte die ersten fünf Jahre in first filled Bour­bon Fässern und lagerte anschließend zwei Jahre in exk­lu­siv aus­gewählten Rotwe­in­fässern. Diese Abfül­lung ist der Wahnsinn, beson­ders die schoko­ladi­gen Noten faszinieren immer wieder.

Zum Abschluss gab es den Kracher schlechthin, den Octo­more 9.1. Um die 156 ppm ins Korn zu kriegen wurde die Ger­ste fünf Tage im Tor­frauch getrock­net. Das fer­tige Des­til­lat reifte anschließend fünf Jahre in amerikanis­ch­er Eiche (Bour­bon geht, Octo­more kommt. Schon ken­nt ihr die amerikanis­che Vor­bele­gung). Noten von Creme Brulee schweben an der Zunge vor­bei. Traumhaft.

Und wie immer wenn es schön ist, verge­ht die Zeit wie im Fluge. Was für ein toller Abend, was für ein tolles Tast­ing. Ewald führte mit der ihm eige­nen Lock­er­heit und Läs­sigkeit durch das Tast­ing und unter­hielt uns mit der einen oder anderen Anek­dote aus der Whiskyszene und Bruich­lad­dich aufs Köstlich­ste.

Und wie ich mit der alten Volk­sweise begann, so schließe ich mit der­sel­ben.

Ewald ist ein guter Mann, dem man nicht genug danken kann”.

 

 

 

Blindtasting mit den Heidelberg Highlands

Der 11.11.2017 war für die Whisky Fre­unde Pfalz e.V. nicht das Datum, um wie Andere tra­di­tionell das Rathaus zu erstür­men und  den Bürg­er­meis­ter zu zwin­gen den Rathauss­chlüs­sel her­aus zu geben, als Zeichen für das Außerkraft­set­zen der gewohn­ten Ord­nung während der „Fün­ften Jahreszeit“. Vielmehr wurde der Vere­in zum drit­ten Male von den Hei­del­berg High­lands besucht, vertreten durch die bei­den Brüder Simon und Ben­net Jakob sowie Jür­gen Eger.

Blind­tast­ing mit den Hei­del­berg High­lands

Mith­il­fe eines Tast­ings nutzen sie haupt­säch­lich die Möglichkeit, um ihre neuesten Abfül­lun­gen vorzustellen. In diesem Jahr ließen sich die Hei­del­berg­er Fre­unde etwas Beson­deres ein­fall­en. Keine Frontbeschal­lung durch einen Mod­er­a­tor sollte es wer­den, son­dern die Eigen­leis­tung der Teil­nehmer war gefordert. Das magis­che Wort lautete „Blind­tast­ing“.

Die Whisky-Auswahl für das Blind­tast­ing

Für Diejeni­gen, die mit diesem Begriff nichts anfan­gen kön­nen, hier die Erk­lärung. Bei den klas­sis­chen Tast­ings hat es jed­er mit Whiskys zu tun, die im Vor­feld mit­tels eines Mot­tos bekan­nt gegeben wor­den sind. Die Teil­nehmer bekom­men gle­ichzeit­ig zum Verkosten der Whiskys einzelne Infor­ma­tio­nen über die Des­tillen und über die Abfül­lun­gen selb­st und unter­hal­ten sich über Aro­ma und Geschmack, abschließend bildet sich dazu jed­er sein per­sön­lich­es Urteil, was ihm gefall­en oder nicht gefall­en hat. Beim Blind­tast­ing wer­den einem Gläs­er mit Inhalt vorge­set­zt, wo durch Riechen und Schmeck­en der Inhalt errat­en wer­den muss. Soviel sei gesagt, diese Vari­ante des Tast­ings ist nicht ein­fach, auch für fort­geschrit­tene Whisky­ge­nießer. Dafür ist der Spaß­fak­tor enorm hoch, eben­so die Über­raschun­gen bei der nach­fol­gen­den Auflö­sung.

Die fünf Whiskys der ersten Runde

Unsere Fre­unde aus Hei­del­berg haben uns 10 ihrer eige­nen Abfül­lun­gen mit­ge­bracht, die von den rund 30 anwe­senden Whisky­ge­nießern her­aus­ge­fun­den wer­den mussten. Ben­net Jakob hat eini­gen Per­so­n­en schon etwas Hoff­nung genom­men, indem er sie aufk­lärte das es keinen Sinn gemacht hat, sich vor­weg über die im Onli­neshop gelis­teten und ver­füg­baren Whiskys zu informieren. Alle 10 Kan­di­dat­en stam­men aus nagel­neuen Abfül­lun­gen.

Wie war der Ablauf dieses Blind­tast­ings?

Über zwei Durch­läufe mit jew­eils 5 Whiskys musste mit Hil­fe eines For­mu­la­rs her­aus­ge­fun­den wer­den, was sich denn in dem jew­eili­gen Glas befand. Welche Fak­ten soll­ten her­aus­ge­fun­den wer­den? Erstens die Des­tille. Zweit­ens, das Alter. Glück­licher­weise musste nicht jahrge­nau ermit­telt wer­den, denn erle­ichternd wur­den die Alter­sangaben in mehreren Span­nen zur Auswahl ange­boten. Drit­tens, die Fas­sart, wie Bour­bon-, Sher­ry- oder Madeirafass oder auch Son­stiges. Drit­tens, die Fass­größe, ob nun Bar­rel, Hogshead, Butt oder Pun­cheon. Viertens, ob Erst- oder Wieder­be­füllt. Und zum Schluss noch die Frage ob es bei dem jew­eili­gen Whisky zu einem Fin­ish kam.

Die Whisky Fre­unde beim Verkosten der Whiskys

Als die ersten 5 Stück durch­pro­biert und die For­mu­la­re von allen Teil­nehmern aus­ge­füllt waren, wurde dieser Part aufgelöst und par­al­lel mit der Auflö­sung informierte Simon Jakob über die zuge­höri­gen Des­tillen. Nach ein­er Pause, die dazu diente die let­zten 5 Whiskys zu verteilen und für das leib­liche Wohl zu sor­gen, durfte sich dann erneut wieder an die Arbeit, sprich das Verkosten gemacht wer­den, mit darauf­fol­gen­der Auflö­sung seit­ens Simon Jakob, sowie ein wenig Infor­ma­tives über die Des­tillen.

Die Auflö­sung der ersten Runde

Wie erwäh­nt ist bei einem Blind­tast­ing der Spaß­fak­tor enorm hoch und die Über­raschun­gen der­er viele. Um dem Spaß noch eins obe­nauf zu set­zen, wurde das Tast­ing als Wet­tbe­werb aus­gelegt, wo es darum ging am Ende des Abends ein Preis zu erhal­ten. Für jeden richtig getrof­fe­nen Fakt gab es Punk­te und der Teil­nehmer, der bei den 10 Whiskys das meiste her­aus­ge­fun­den, sprich die meis­ten Punk­te hat­te, durfte sich von ein­er der 10 Abfül­lun­gen eine Flasche sein­er Wahl her­aus­suchen und mit nach Hause zu nehmen. Logisch, dass dies den Ehrgeiz ange­sprochen hat, ganz vorne dabei zu sein, um als Gewin­ner her­vorzuge­hen und sich seinen Preis zu holen.

Beim Vor­lesen der Auswer­tung des ersten Durch­laufes, stieg die Span­nung auf die näch­ste Stufe, jed­er wartete darauf, seinen Namen ganz vorne zu hören. Das zwis­chen­zeitlich bekan­nte Hal­bzeit­ergeb­nis war aber immer noch nicht endgültig, kon­nten doch die Ergeb­nisse der zweit­en Runde alles kip­pen. Aber der Erst­plazierte aus dem ersten Durch­lauf Andreas Ames, selb­st Mit­glied der Whisky Fre­unde Pfalz e.V., vertei­digte diesen Platz und ging als Sieger dieses Blind­tast­ings her­vor.

Der glück­liche Gewin­ner des Blind­tast­ings Andreas Ames (Mitte) mit den bei­den Brüdern Ben­net und Simon Jakob

Zum drit­ten Male endete ein wirk­lich toller Abend mit den Fre­un­den der Hei­del­berg High­lands. Fast 30 Per­so­n­en durften wieder sehr gute Abfül­lun­gen ken­nen­ler­nen. Die Whisky Fre­unde Pfalz wür­den sich bes­timmt freuen, wenn im kom­menden Jahr die dritte Fort­set­zung kom­men würde. Abschließend seien die zehn Whiskyabfül­lun­gen aufge­führt, welche während der Ver­anstal­tung zum Zuge kamen.

1. Runde:
  • Tor­more, 21 Jahre, Refill Bour­bon Hogshead, 46.8%
  • Bruich­lad­dich, 12 Jahre, 1st fill Bour­bon Bar­rel, 54.9%
  • Arran, 19 Jahre, Sher­ry Butt, 55.8%
  • Glen Grant, 25 Jahre, Sher­ry Hogshead, 54.4%
  • Bow­more, 15 Jahre, Bour­bon Bar­rel, 52.5%
2. Runde:
  • Bal­me­n­ach, 12 Jahre, Bour­bon Bar­rel, 50.0%
  • Tam­navulin, 25 Jahre, Bour­bon Bar­rel, 51.0%
  • Glen­far­clas 8 Jahre, Sher­ry Hogshead, 64,4%
  • Bruich­lad­dich, 12 Jahre, Sher­ry Butt
  • Islay Malt, 8 Jahre, Bour­bon Cask, 60.5%

Ardbeg Club Tasting (29.03.17)

Wie sollen wir begin­nen? Wie diesen Abend in Worte fassen? Machen wir es kurz:

WOW, was für ein Abend! WOW, was für eine geile Ver­anstal­tung.

Doch zuerst ein paar Zeilen zur Vorgeschichte. Da gibt es in der schö­nen Pfalz ein kleines Dorf, ver­steckt zwis­chen Spey­er, Worms und Haßloch. In diesem Dorf haben ein paar Enthu­si­as­ten vor vier Jahren einen Whisky Vere­in gegrün­det und pfle­gen Ihr Hob­by und Ihre Pas­sion mit viel Liebe und Lei­den­schaft.

Ende let­zten Jahres ent­deck­te unser Mit­glied Hardy Fre­und das die Des­til­lerie Ard­beg über das Ard­beg Com­mitte ein Club­tast­ing aus­geschrieben hat. Alle Vere­ine und Clubs in Deutsch­land kon­nten sich bewer­ben und der Jury stellen. Der Ver­fass­er dieser Zeilen griff beherzt zur Fed­er und ver­fasste ein ganz­seit­iges Lobeslied auf den Vere­in, seine zahlre­ichen Aktiv­itäten und vor allem auf die Mit­glieder. Dann begann die bange Zeit des Wartens. Im Herb­st kam dann die unglaubliche Nachricht. Unsere Bewer­bung hat­te die Jury überzeu­gen kön­nen, wir kamen in den Genuß eines Ard­beg Club Tast­ings.

Die Nachricht schlug ein wie eine Bomben, die 70 Plätze für das Tast­ing waren inner­halb kürzester Zeit aus­ge­bucht. Soviel zur Ein­leitung, nun aber zum Ard­beg Club Tast­ing.

Als Begrüßung und Appeti­tan­reger wurde ein Ard­beg Moji­to gere­icht (Cock­tail mit Ard­ber TEN, Limet­ten­saft, Bar Sirup und Creme de Cacao White). Hmmm, unglaublich leck­er.

Der Begrüßungscock­tail, Ard­beg Moji­to

Natür­lich braucht ein Tast­ing auch eine Grund­lage. Was gibt es da besseres als ein Pfälz­er Büf­fet? Guin­ness und Kilken­ny run­de­ten das kuli­nar­ische Ange­bot ab.

Musikalisch wurde der Abend von unserem Mit­glied Rein­hard Eisinger gestal­tet. Er spielt bere­its seit Jahren Dudel­sack und hat einige Kost­proben seines Kön­nens zum Besten gegeben.

Als Ref­er­ent durften wir den leg­endären Thomas Zilm begrüßen, Marken­botschafter (Brand Ambas­sador) von Ard­beg, Glen­morang­ie und Moet Hen­nessey. Wer Thomas Zilm nicht erlebt hat, der hat wahrlich was ver­passt. Er ist eine Stim­mungskanone, ein wun­der­bar­er Unter­hal­ter, der einem das Wis­senswerte rund um Ard­beg und Whisky auf ein­drucksvolle Weise ver­mit­telt. Er hat einen wun­der­baren Humor, so viel wie bei diesem Tast­ing haben wir sel­ten gelacht.

Thomas Zilm (Mitte), mit Dieter Keck (rechts) und Andreas Ames (links)

Anleitung zur Verkos­tung: Wir nehmen unser Glas, hal­ten es vor die Brust, wedeln damit leicht hin und her und schnup­pern an den ersten Duft­spuren die aus dem Glas her­auf­steigen. Dann nehmen wir den ersten Schluck, hal­ten ihn 10 Sekun­den im Mund und erkun­den danach den Abgang beim tiefen Ein- und Ausat­men.

Als erste Probe wurde der Ard­beg TEN verkostet. Gle­ich vor­weg: Süße ist das sen­sorische Herz der Ardbeg’s, so auch beim TEN. In der Nase dominieren Cit­rus, Vanille und kom­plexe Frucht­noten mit ein­er aus­ge­wo­ge­nen Kom­bi­na­tion von Rauch und Torf.

Der Per­petu­um wurde 2015 zum 200 jähri­gen Jubiläum von Ard­beg kreiert und repräsen­tiert den Still von Ard­beg aus den 70er Jahren. Für die meis­ten von uns unge­wohnt hat der Per­petu­um deut­lich weniger Rauch, dafür aber viel mehr Frucht. Beson­ders gelbe Fruchtaromen wer­den wahrgenom­men, der Per­petu­um ist feingliedrig und dif­fizil.

Der Uigeadail (Dark and Mys­te­ri­ous) ist benan­nt nach der Quelle aus der Ard­beg sein Wass­er bezieht. Gereift in Ex-Bour­bon (90%) und Sher­ry (10%) Fässern mit 54 ppm Torf (wie der Ard­beg TEN). Neben der Rauch­note und der typ­is­chen Ard­beg-Süße erken­nt die Nase eine unauf­dringliche Sher­ry Note.

Dark Cove 2016, gereift in Dark Sher­ry und Bour­bon Fässern. In der Nase erkennbar: erdig, würzig, Eiche. Vom Geschmack erin­nert er stark an ein­er der grundle­gen­den Sin­nesqual­itäten der gus­ta­torischen Wahrnehmung: uma­mi. Daneben Trauben, Dat­teln, Ing­w­er. Schmeckt stark und wuchtig.

Cor­ryvreck­en, benan­nt nach einem der größten natür­lichen Meer­esstrudel zwis­chen Jura und der Insel Scar­ba. Der Strudel ist benan­nt nach den skan­di­navis­che Prinzen Vreck­an der in diesem Strudel — bei ein­er Liebeswer­bung — starb.

Gelagert, wie nor­maler­weise bei Ard­beg üblich nur in Ex-Bour­bon-Fässern (Aus­nahme siehe oben). Hier jedoch sind 10% der Fäss­er aus Lim­ou­sin-Eiche (Region in Frankre­ich). Die Lim­ou­sine­iche enthält 40-mal mehr Gerb­stoffe wie die Bour­bon­fäss­er, das macht sich geschmack­lich bemerk­bar. Die Geschmack­sempfind­un­gen auf der Zunge schwin­gen hin und her und nehmen einen – wie der Meer­esstrudel – in seinen Bann.

Im Nu ver­flo­gen die Stun­den, mögen wir uns lange an diesen wun­der­baren Abend erin­nern.

 

Unsere erste Vereinsreise nach Edinburgh — Ostern 2016

Whisky­wan­derun­gen, Böh­ler Ker­we, Fam­i­lien­feste, Tast­ings und Tage­saus­flüge. Auch wenn es unseren Vere­in erst seit 2013 gibt, haben wir doch schon einige Aktiv­itäten auf die Beine gestellt. Viele davon zum wieder­holten Male. Was bish­er noch fehlte war unsere erste Reise.

Die Planung

Die Idee dazu kam uns schon recht früh, jedoch brauchte die Pla­nung und Ter­min­find­ung Zeit. So began­nen wir mit der Pla­nung bere­its im Früh­jahr 2015. Das Ziel der Reise war schnell aus­gewählt. Edin­burgh, die Haupt­stadt Schot­t­lands sollte es sein. Mit ein­er Doo­dle-Umfrage wurde dann noch der Reiseter­min und das Trans­port­mit­tel aus­gewählt. Wir entsch­ieden uns für die Oster­fe­rien 2016 und woll­ten mit dem Bus und der Fähre reisen. So manch­er mag denken, dass man nach Edin­burgh doch bess­er das Flugzeug nimmt, aber soviel kön­nen wir schon vor­weg­nehmen, die Vari­ante mit dem Bus und der Fähre war eine super Sache. Denn der Urlaub und der Spaß begann, sobald das Gepäck im Bus ver­staut und man seinen Platz ein­genom­men hat­te.

Nach dem wir im Vor­stand den groben Reiseablauf geplant hat­ten, macht­en wir uns auf die Suche nach einem Busun­ternehmen. Hier­bei hat­ten wir uns recht schnell für die Fa. Eber­le Reisen in Hochdorf-Assen­heim entsch­ieden. Eber­le hat­te uns ein sehr gutes Kom­plet­tange­bot inkl. Bus, Fähre, Hotel, usw. ange­boten. Wobei wir dann das jew­eilige Tage­spro­gramm selb­st geplant und organ­isiert hat­ten.

Das Programm

  • Tag 1, 28.03.2016:
    • Anreise nach Ams­ter­dam
  • Tag 2, Di. 29.03.2016:
    • Dry­burgh Abbey und Glenk­inchie Des­til­lerie
  • Tag 3, Mi. 30.03.2016:
    • Tage­saus­flug zu Tullibar­dine, Stir­ling Cas­tle und Wal­lace Mon­u­ment
    • Kinder­pro­gramm in Edin­burgh mit Cam­era Obscu­ra und Spielzeug­mu­se­um
  • Tag 4, Do. 31.03.2016:
    • Stadtbesich­ti­gung in Edin­burgh in Grup­pen
    • Whisky-Tast­ing mit Robert Gra­ham
    • Aben­dessen im Michael’s Steak & Seafood
  • Tag 5, Fr. 01.04.2016:
    • Edin­burgh Cas­tle und Abreise zur Fähre
  • Tag 6, Sa. 02.04.2016:
    • Rück­reise von Ams­ter­dam

Das Tagebuch

1. Tag (28.03.2016)

Am Oster­mon­tag hieß es früh auf­ste­hen. Die geplante Abfahrt musste pünk­tlich um 07.30 Uhr vom Gelände der Fir­ma Eber­le erfol­gen, um auch rechtzeit­ig in IJmuiden, in der Nähe von Ams­ter­dam, die Fähre zu erre­ichen. Auf der Hin­fahrt, wurde natür­lich der eine oder andere gute Tropfen genossen, denn Schot­t­land sollte schon im Bus begin­nen. Neben­bei bemerkt, der Bus war bis auf einen Platz rap­pelvoll, 40 Erwach­sene und 7 Kinder gin­gen gemein­sam auf die Reise. Alle zwei Stun­den legte unser Fahrer eine kleine Rast ein, gegen Mit­tag dann die große Rast, wo jed­er etwas Essen und Trinken kon­nte. Es gab guten Kuchen, selb­st­ge­back­enes Short­bread und an Getränken wie heißen Kaf­fee usw. man­gelte es auch nicht. Die anschließende Weit­er­fahrt ver­lief auch weit­er­hin ohne außer­plan­mäßi­gen Störun­gen, der Bus fuhr punk­t­ge­nau im Hafen von IJmuiden ein. Auf der Fähre bezo­gen dann alle ihre Kabi­nen während die Fähre schon aus dem Hafen aus­lief. So nach und nach legte die Wind­stärke mehr und mehr zu und der Wellen­gang wurde immer heftiger.

Bei dem Aben­dessen wur­den schon die ersten Auswirkun­gen der hefti­gen See beobachtet. Etliche Pas­sagiere hat­ten nichts oder kaum gegessen, viele saßen mit aufgelegtem Kopf am Tisch und in den Fluren saßen sehr viele mit ble­ichen Gesichtern. Am späten Abend wurde die See ruhiger, so dass auch über die Nacht und in den Mor­gen einem guten Schlaf nichts im Wege stand und dem zweit­en Tag gelassen ent­ge­gense­hen kon­nte.

2. Tag (29.03.2016)

Um 08.00 Uhr lautete die Parole Auf­ste­hen, denn das Früh­stück wartete. Gegen 10.00 Uhr lief die Fähre in New­cas­tle upon Tyne ein. Schon bei der Passkon­trolle kam das erste Gespräch auf Englisch zus­tande. Der Polizist der die Pässe kon­trol­lierte, sah das Vere­insl­o­go auf der Jacke, den Quaich. Ruck­zuck war man beim The­ma, wobei der Kon­trolleur eher ein Faible für Gin hat­te. Nach­dem das Fährgepäck im Bus ver­staut war, ging die Fahrt Rich­tung Edin­burgh los.

Der Boarder Piper begrüßt uns an der schottischen Grenze

Der Board­er Piper begrüßt uns an der schot­tis­chen Gren­ze

Bei Über­schre­it­en der Gren­ze von Eng­land zu Schot­t­land, macht­en wir für Fotos halt an einem Park­platz. Hier stand ein Piper, der die Touris­ten mit bekan­nten Dudel­sack­liedern empf­ing, wie z.B. High­land Cathe­dral. Ein­er kleinen Spende war er nicht abgeneigt. Schon im Vor­feld stand, Dank ein­er guten Pla­nung der Ver­ant­wortlichen im Vere­in, für jeden Tag aus­gewählte Aus­flugsziele auf der Liste.

Dryburgh Abbey

Dry­burgh Abbey

Bere­its bei der Anfahrt zum Hotel war geplant bei Dry­burgh Abbey und der ersten Des­til­lerie Glenk­inchie einen Stopp einzule­gen. Die Aufre­gung viel­er Reiseteil­nehmer war schon recht groß, als der Bus auf dem Hof ein­fuhr. Endlich das live erleben, was der ein oder andere bish­er nur aus Erzäh­lun­gen oder durch Bilder der Vere­in­skam­er­aden kan­nte. Nach der Führung durften wir dann an der Bar von sämtlichen offe­nen Malts zwei Drams auswählen, einige sind sog­ar in den Genuss eines drit­ten oder auch vierten Drams gekom­men. Neben­bei erfuhren wir das der Blend Dim­ple mit sehr hoher Wahrschein­lichkeit Glenk­inchie enthält, gehören doch bei­de Marken der ein und der­sel­ben Fam­i­lie. Im Anschluss fuhr unser Bus direkt nach Edin­burgh in das gebuchte Hotel Hol­i­day Inn Express am Picardy Place. Die let­zte Tat für diesen Tag, in Grup­pen zum Aben­dessen zu gehen und dann ins Bett, um sich für den drit­ten Tag fit zu schlafen.

3. Tag (30.03.2016)

Der dritte Tag gestal­tete sich zwei­gleisig. Für alle die sich zum Des­til­leriebe­such bei Tullibar­dine angemeldet hat­ten, fol­gte ein Tage­saus­flug mit mehreren Zwis­chen­sta­tio­nen. An die Kinder und Mamas, welche in Edin­burgh geblieben sind, wurde auch gedacht. Für sie wurde ein entsprechen­des Pro­gramm geplant, so dass auch sie einen kurzweili­gen Tag vor sich hat­ten. Vorge­se­hen war hier der Bum­mel durch Edin­burgh mit einem Besuch der Cam­era Obscu­ra. Wie die Tage­saus­flü­gler am Abend, beim gemein­samen Aben­dessen erfuhren, kam das bei den Kindern sehr gut an.

Camera Obscura und World of Illusions

Cam­era Obscu­ra und World of Illu­sions

Die optis­chen Täuschun­gen, die dort gezeigt wur­den, find­en auch bei Fil­men ihre Ver­wen­dung. Ein Beispiel hierzu. Wer die Herr der Ringe-Filme gese­hen hat, ken­nt die Szenen wo der Zauber­er Gan­dalf und der Hob­bit Fro­do gemein­sam im Bild sind. Der zu sehende Größe­nun­ter­schied zwis­chen bei­den Akteuren kommt daher, dass zwei Per­so­n­en tiefen­ver­set­zt ste­hen und die Köpfe im richti­gen Blick­winkel zu einan­der hal­ten. So entste­ht der Ein­druck, eine Per­son ist größer als die andere.

Das die Teil­nehmer des Tage­saus­fluges ungle­ich weniger Spaß hat­ten, dürfte jedem klar sein. Das erste Anfahrziel war Tullibar­dine. Auch diese Des­til­leriebesich­ti­gung wurde von unseren Plan­ern schon im Vor­feld gebucht, zusam­men mit dem Tast­ing­paket Whisky & Choco­late. Die Führung durch die Des­til­lerie war mit wesentlich mehr Lärm ver­bun­den, als bei Glenk­inchie, die Pro­duk­tion war in vollem Gange. Tullibar­dine gehört zu den Des­tillen, welche auch Bier pro­duziert. Wie zu erfahren gewe­sen ist, hat das Grün­dungs­jahr nichts mit Whisky zu tun, das war der Beginn der Bier­pro­duk­tion, Whisky kam später dazu. Bei den Mash­tuns (Mais­chbot­tichen) beka­men wir eine Zwis­chen­stufe der Whisky­her­stel­lung zum Trinken. Das ist nichts anderes als warmes Bier. Wenn das Gedächt­nis nicht trügt, hat­te es um die 8%. Durch eine ver­git­terte Tür im Ware­house kon­nte man jede Menge gelagerte Fäss­er sehen, teils mit Whisky gefüllt, teils auch die Wein­fäss­er die Tullibar­dine benutzt. Ein ganz beson­deres Fass ist auch ein­ge­lagert. Reserviert für Prinz William und Prinzessin Kate, welch­es ihnen zur Sil­ber­hochzeit über­re­icht wer­den soll. Eine weit­ere Neuigkeit, die Zwis­chen­durch bekan­nt wurde, Tullibar­dine bringt dem­nächst einen Vierzigjähri­gen her­aus.

Dann ging es zum High­light über, das Tast­ing. Zu vier Malts (Sov­er­eign, 225, 228 und einen 25y) gab es jew­eils eine passende Pra­line, welche wirk­lich passend her­aus­ge­sucht waren. Nach Beendi­gung erhiel­ten wir einen Tum­bler als Geschenk und einige ließen es sich nicht nehmen, etwas im Shop zu kaufen. Im Anschluss wurde als zweite Wegsta­tion Stir­ling Cas­tle besucht. Die Bur­gan­lage war sehr beein­druck­end.

Bevor wieder nach Edin­burgh zurück­ge­fahren wurde, war der let­zte Abstech­er Wal­lace Mon­u­ment. Alle die den Film Brave­heart gese­hen haben, ken­nen ein klein wenig die Geschichte von William Wal­lace. Die Details, welche der Volk­sheld über sich erge­hen lassen musste und die zu seinem Ableben führten, wer­den an dieser Stelle nicht aufge­führt. Wer den Weg zum Turm und den inneren Auf­stieg auf sich nimmt, wird mit ein­er fan­tastis­chen Aus­sicht belohnt. In ein­er Rich­tung sieht man jede Menge Ware­hous­es und auf ein­er anderen Seite Stir­ling Cas­tle. Nach dem Abstieg ging es wieder in den Bus, zur Rück­fahrt nach Edin­burgh, um mit den Zurück­ge­bliebe­nen zum Aben­dessen zu gehen.

4. Tag (31.03.2016)

Der vierte Tag ist gle­ichzeit­ig auch der let­zte gän­zlich zur Ver­fü­gung ste­hende Tag gewe­sen. Der Vor- und der Nach­mit­tag standen zur freien Ver­fü­gung eines jeden einzel­nen, die späte zweite Tageshälfte war wieder mit einem Pro­gramm durch­dacht wor­den, ein Tast­ing für die Inter­essierten bei Robert Gra­ham und das gemein­same Aben­dessen der Reiseg­ruppe im Michael’s Steak & Seafood. Dazu im weit­eren nähere Infor­ma­tio­nen. Eine befre­un­dete Fam­i­lie hörte, dass es im Kaufhaus Jenner’s im let­zten OG ein Café gäbe, wo es eine her­rliche Aus­sicht über Edin­burgh gäbe. Daher wurde das als erstes Ziel anges­teuert, um neben­bei noch einen anständi­gen Kaf­fee trinken zu kön­nen. Eine „gute“ Aus­sicht hat­te man, direkt auf die Glas­front eines benach­barten Gebäudes. Nichts desto trotz, die Kinder kon­nten sich wenig­stens in der dor­ti­gen Spiel­waren­abteilung umschauen und die Erwach­se­nen in ihren jew­eili­gen Lieblingsabteilun­gen.

Danach ging es in die Alt­stadt von Edin­burgh, auch um sich neben­bei zu ori­en­tieren, wo sich nach dem geplanten Nach­mit­tagspro­gram das Restau­rant zum gemein­samen Aben­dessen mit der Reiseg­ruppe befind­et. Wir sind die Bere­iche Vik­to­ria Street, Grass­mar­ket und Cow­gate abge­laufen. In diesem Bere­ich liegt auch die Bar oder Restau­rant The Ele­phant House. Hier soll Joanne K. Rowl­ing mit dem Best­seller Har­ry Pot­ter begonnen haben.

Greyfriars Bobby

Greyfri­ars Bob­by

Ganz in der Nähe ist auch ein Fried­hof, auf dem sich ein sehr berühmtes Grab befind­et. Hier wurde ein Polizist beerdigt, an dessen Grab sein Hund 14 Jahre lang Wache hielt und nur für seine Mahlzeit­en die Ruh­estätte ver­ließ. Die Rede ist von Greyfri­ars Bob­by, einem Skye Ter­ri­er. Ein Denkmal, erschaf­fen von dem Bild­hauer Wil­iam Brodie im Jahr 1872, erin­nert daran und neben dem Fried­hof ist eben­falls das gle­ich­namige Restau­rant. Weit­er sind wir die Roy­al Mile abge­laufen, haben ver­schiedene Geschäfte angeschaut und wie soll es auch anders sein, in das ein oder andere Whisky­fachgeschäft musste eben­falls der Kopf reingesteckt wer­den.

Whiskytasting mit Stephen von Robert Graham

Whisky­tast­ing mit Stephen von Robert Gra­ham

Die Zeit verg­ing wie im Flug, das erste Tage­spro­gramm kam näher, ein Tast­ing mit Stephen John­stone, dem Chef von Robert Gra­ham. Robert Gra­ham ist ein­er der ältesten Händler für Whisky und Zigar­ren in Schot­t­land, gegrün­det 1874. Bevor die Whiskyprobe los­ging, musste noch ein erstes Bier getrunk­en werde. Das Tast­ing wurde im The White Horse abge­hal­ten, eines der ältesten Pubs auf der Roy­al Mile. Die Durch­führung der bevorste­hen­den 5 Abfül­lun­gen wurde von Stephen und seinem Team sehr span­nend und vor allem spaßig gestal­tet.

Uisge Source von Islay, den Highlands und der Speyside

Uis­ge Source von Islay, den High­lands und der Spey­side

Gle­ich­falls ist uns ein Getränke­händler vorgestellt wor­den, der drei ver­schiedene Wass­er zur Ver­wen­dung bei Fassstarken Whiskys mit­ge­bracht hat­te. Defin­i­tiv kon­nten bei ein und dem­sel­ben Whisky Unter­schiede fest­gestellt wer­den. Alle 5 Whiskys, die wir verkostet haben, sind von Robert Gra­ham gewe­sen. Die Range hat­te einen Bun­na­hab­hain 25 y, einen Inver­gor­don 30y (Sin­gle Grain), einen Ben­rinnes 19y, einen Ben Nevis 18y und einen Impe­r­i­al 17y als Inhalt. Nach dem Tast­ing ging es rüber in die Jef­frey Street, in das Restau­rant Michael’s Steak & Seafood, hier wurde unser­er Reiseg­ruppe ein Dreigänge­menü serviert, jedoch bestand die Möglichkeit inner­halb jeden Ganges zwis­chen drei Gericht­en zu wählen. Nach dem Restau­rant gin­gen etliche zurück in Rich­tung Hotel. Dies war der let­zte Abend in Edin­burgh gewe­sen, von daher gin­gen einige Whiskyfre­unde in die Bow Bar in der Vik­to­ria Street, um sich mit ein oder zwei Drams von der Stadt zu ver­ab­schieden.

5. Tag (01.04.2016)

Der Tag der Rück­reise war gekom­men und das let­zte Früh­stück im Hotel ein­genom­men. Nun war es an der Zeit Abschied zu nehmen. Das let­zte Aus­flugsziel für diese Reise war die Haup­tat­trak­tion der Stadt Edin­burgh, Edin­burgh Cas­tle. Mit dem Bus ging es direkt bis zur Burg.

Die Gruppe vor Edinburgh Castle

Die Gruppe vor Edin­burgh Cas­tle

Nach der Besich­ti­gung der Burg, gab es noch einen let­zten Kaf­fee im Burgcafé. Im dor­ti­gen Sou­venirgeschäft fand sich auch ein Whiskyverkauf und eine Vit­rine mit Rar­itäten. Nach Stir­ling Cas­tle war es die zweite Anlage, die die Besuch­er beein­druck­te. Erstaunlich, wie gut die Anla­gen im Ver­gle­ich zu hiesi­gen Bur­gen erhal­ten sind. Lei­der rief der Ter­min des Bor­d­ings in New­cas­tle, so dass die Rück­fahrt begonnen wurde. Durch das pünk­tliche Los­fahren und das gute Vorankom­men, wurde der Vorschlag des Bus­fahrers angenom­men, einen Abstech­er nach Sea­hous­es zu machen. Denn dort soll es vorher auch ein weit­eres gutes Foto­mo­tiv geben, Bam­burgh Cas­tle. Irgend­wann kon­nte man die Sil­hou­ette des Gebäudes durch die Frontscheibe unseres Reise­busses sehen. Das war nun das dritte Cas­tle, welch­es uns beein­druck­te. Lei­der blieb keine Zeit, diese Sehenswürdigkeit zu besichti­gen, die Fähre rief. Trotz eines Unfall­es auf der weit­eren Fahrt, erre­ichte der Bus pünk­tlich den Hafen und die Whiskyfre­unde kon­nten geplant eincheck­en. Posei­don hat­te ein Ein­se­hen und hat­te nicht noch ein­mal die Über­fahrt mit starkem Wellen­gang geseg­net, so kon­nte jed­er vernün­ftig zu Aben­dessen und einen let­zten Trink an der Bor­d­bar ein­nehmen. Der Dutyfreeshop an Bord wurde auch noch ein­mal beehrt.

6. Tag (02.04.2016)

Nach einem aus­giebi­gen Früh­stück und der Räu­mung der Kabine, wartete man vor der Rezep­tion auf das Ver­lassen der Fähre im Hafen von IJmuiden. Der Durch­gang durch die Kon­trolle ging etwas schneller, als auf der Hin­reise und nach dem Ver­stauen des Gepäck­es, welch­es für die Über­nach­tung auf der Fähre notwendig gewe­sen ist, kon­nte der Bus­fahrer seine Rück­fahrt begin­nen. Sofort herrschen alte Gewohn­heit­en vor, der gute alte Rechtsverkehr. Mit mehreren Hal­tepausen und ohne beson­dere Zwis­chen­fälle kon­nte die Heim­reise nach Hochdorf-Assen­heim (Rhein­land-Pfalz) been­det wer­den.

Slàinte mhath!

Zweites Tasting mit den Heidelberg Highlands

Zweites Tast­ing mit den Hei­del­berg High­lands am 9.4.2016 bei den Whisky Fre­un­den Pfalz e.V. in Böhl Iggel­heim.

Bergstraße und Pfalz im Genuss vere­int.

Bergstraße und Pfalz

Bergstraße und Pfalz

Bere­its zum zweit­en Mal in Folge durften die Whisky Fre­unde Pfalz ihren Mit­gliedern und Gästen ein Tast­ing durch die Hei­del­berg High­lands in Böhl präsen­tieren. Nach der her­vor­ra­gen­den Verkos­tung im Mai let­zten Jahres war der Andrang auf die Ver­anstal­tung sehr groß, rund 40 Mit­glieder und Gäste kamen zusam­men und ließen sich im Laufe des Abends verza­ubern. Die Hei­del­berg High­lands grif­f­en tief in ihre Schatzk­iste und präsen­tierten ein wahrhaft grandios­es Tast­ing.

Nach der her­zlichen Begrüßung durch Dieter Keck (1. Vor­sitzen­der der Whisky Fre­unde Pfalz e.V.) über­nahm Simon Jakob von den Hei­del­berg High­lands die Führung durch das Tast­ing.—————————-

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2016_HDH_09

Dieter Keck im Gespräch mit Simon Jakob

Vorweg ein paar Worte zum Ver­lauf des Abends. Die Verkos­tung wurde in drei Abschnitte, sog. Flights unterteilt. Die Whiskys inner­halb eines Flight passen the­ma­tisch zueinan­der und kön­nen so untere­inan­der gut ver­glichen wer­den. Die vielfälti­gen Aromen der Whiskys entwick­eln sich teil­weise ja erst über die Zeit. Gele­gentlich unter­stützt von ein paar Tropfen Wass­er haben die Whisyks an Ende der Flights ihr Aro­ma voll entwick­elt und man kann ges­pan­nt mit Nase und Gau­men auf Ent­deck­ungs­tour gehen.

Zu Beginn der Verkos­tung wurde als Schmankerl eine Pra­line gere­icht, die Creme im Inneren wurde mit Whisky aus der Mort­lach Dis­tillery ver­fein­ert, ein wun­der­bar­er Ein­stieg in die Verkos­tung.

Genug der Worte, hier nun die Whiskys von Flight 1:

  • Arran 18 Jahre, Bour­bon Hogshead, 53,2 %
  • Ben­rinnes 17 Jahre, Bour­bon Hogshead, 57%
  • Linkwood 26 Jahre, Bour­bon Hogshead, 53,1 %

In Flight 1 kon­nte neben den bour­bon­typ­is­chen Noten von Vanille und Karamell auch aller­lei Fruchtiges (Apfel, Hage­butte, Sal­bei, Kräuter) und Süßes (Schoko­ladenkekse, Honig, Malz) ent­deckt wer­den. Vor dem näch­sten Flight gab es eine kleine Stärkung. Stilecht schot­tisch wur­den Würste aus High­land Cat­tle der Fam­i­lie Strubel gere­icht.

Flight 2:

  • Strath­mill 24 Jahre, Sher­ry Butt, 55,8%
  • Mac­Duff 25 Jahre, Sher­ry Butt, 55,4%
  • Ault­more 25 Jahre, Sher­ry Butt, 57,8%

In Flight 2 waren die sher­ry­be­ton­ten Whiskys vere­int. Nuan­cen von Zitrusfrücht­en, Pflaume, weißem Pfef­fer, Gras­noten und gerösteten Hasel­nüssen gefie­len Gau­men und Nase. Die Pausen zwis­chen den Flights wur­den rege zum Gedanke­naus­tausch und Fach­sim­peln, zur Stärkung und let­z­tendlich auch zum rejustieren der Geschmack­sner­ven genutzt.

Flight 3 (peat­ed / getorft):

  • Islay Malt 6 Jahre, Bour­bon Cask, 60%
  • Peast­side, 1st fill Bour­bon / 1st fill Port-fin­ish, 62,3%
    • Der diesjährige Fes­ti­val Whisky der Whisky Spring Schwet­zin­gen
  • Port Char­lotte 12 Jahre, Gran Calle­jo Rotwe­in­faß, 55,8%
  • Bow­more 25 Jahre, Bour­bon Bar­rel, 52,5%

Das Sortiment des Abends, bereit für die Genießer

Das Sor­ti­ment des Abends, bere­it für die Genießer

Ein Fest für die Fre­unde von Rauch- und Torfnoten, gepaart mit san­ften Cit­rusnoten, Feigen, Bir­nen, Tof­fee, Creme Brulee und teil­weise leicht mar­iti­men Anklän­gen.

Der Abend war her­rlich und wir freuen uns alle schon auf den näch­sten Abend im Früh­jahr 2017 mit den Hei­del­berg High­lands und ihren wun­der­baren Abfül­lun­gen.