Ein kleines Jubiläum im großen Jubiläumsjahr des Vereins. Zum 60-igsten Mal traf sich der Vorstand zu seinem monatlichen Arbeitstreffen. Beginnend mit einem leckeren Abendessen und dem ein oder anderen guten Tropfen Whisky diskutierten wir über alle Belange des Vereines. Die Atmosphäre ist freundschaftlich, locker und inspirierend. Viele Ideen und Anregungen sind bereits in den Veranstaltungskalender für das kommende Jahr eingeflossen und werden in den nächsten Monaten sukzessive mit Leben gefüllt. Zurückblickend war dies ein wundervolles Vereinsjahr mit vielen schönen Veranstaltungen. Vielen herzlichen Dank an all die fleißigen Helfer, die dies ermöglicht haben. Den nächsten Veranstaltungen fiebern wir mit großer Vorfreunde entgegen und wünschen euch bis dahin slainte mhath.
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Whisky-Wanderung am 11.03.2018
Endlich war es wieder so weit, die Whisky-Freunde trafen sich am 11.3. zur ersten Whiskywanderung des Jahres. Rund 25 Whisky-Freunde trafen sich am Iggelheimer Naturfreundehaus. Auf Schusters Rappen ging es in einer gemütlichen Runde durch den Böhler Wald, vorbei am Bruchhäusel.
Zur Stärkung wurde während der Wanderung der ein oder andere leckere Tropfen ausgeschenkt.
Nach rund zwei Stunden kehrten wir im Naturfreundehaus ein, geradezu pünktlich bevor wir vom einsetzenden Regen zu arg getroffen wurden. Bei Pfälzer Leckereien, anregenden Gesprächen und dem ein oder anderem Dram ließen wird den Abend gemütlich ausklingen.
Ach ja, folgende erlesene Tropfen wurden ausgeschenkt:
- Teeling, Single Cask Nr. 16564, Armagnac-Fass (franz. Brandy aus der Gascogne), 12 Jahre, Fassstärke mir 58,7%
- Murray McDavid, Glenburgie, 21 Jahre mit 46%
- Douglas Laing, Glenallachie, 25 Jahre, Fassstärke mit 50,6%
- Signatory, Bunnahabhain, 28 Jahre, Fassstärke mit 48,6%
Unterwegs mit den „Whisky Freunden Pfalz e.V.“, immer ein besonderes Erlebnis.
Kavalan Tasting mit Ian Chang, dem Master Blender von Kavalan am 27.02.2018
Auf Einladung durch Andrea Caminneci von der Fa. Schlumberger durften wir an diesem einmaligen Tasting in den Räumlichkeiten der Fa. Getränkewelt Weisser in Heppenheim teilnehmen. Aus erster Hand haben wir vom sehr charmanten Master Blender Ian Chang sehr viele und tiefgründige Informationen zur Destillerie Kavalan erfahren.
Der Begriff Kavalan geht auf die Ureinwohner der taiwanesischen Provinz Yilan zurück. Die Brennerei wurde 2006 gegründet und hat ihren Sitz in der Nähe der Hauptstadt Taipeh. Der Eigentümer wollte schon immer eine Whisky Destillerie haben, leider war es bis 2002 nicht erlaubt. Nachdem Taiwan der WTO beigetreten war, ist dieses Verbot gefallen. Nun forcierte der Firmeneigentümer Mr. Tien-Tsai Lee, der Begründer von King Car, den Bau. Die Destillerie wurde in einer wahnsinnig schnellen Zeit von nur 9 Monaten errichtet.
Bis der erste New Make abgefüllt werden konnte, dauerte es nur knapp ein Jahr. Eine Rekordzeit! Momentan hat Kavalan 18! eigene Abfüllungen am Start, im kommenden Jahr gesellen sich noch 2 weitere hinzu. Zukünftig werden noch einige hinzukommen und es ist geplant das Sortiment um eine „rauchige“ Range zu erweitern.
Begründet durch die hohen Temperaturen im Sommer von über 37 Grad und einer hohen Luftfeuchtigkeit von 88% mussten sich die Whisky-Hersteller von Kavalan vielen Herausforderungen stellen. Selbst im Winter fallen die Temperaturen selten unter 16 Grad!
- Die Washbacks müssen gekühlt werden, da die Hefe bei über 37Grad abstirbt. Deshalb sind diese auch aus Stahl und nicht wie zumeist in Schottland aus Oregon Pine.
- Sämtliche Gerste muss importiert werden
- Der Angels Share ist enorm, so liegt die Verdunstungsrate der Fässer bei 15–18% Es werden nun Versuche unternommen dies einzugrenzen
- Kein Whisky ist jünger als 4 Jahre und bisher keiner älter als 6 Jahre, dies ist der in Punkt 3 genannten Verdunstungsrate geschuldet und rechtfertigt auch den Preis.
- Alle verwendeten Fässer müssen zugekauft werden. Die Destillerie hat eine eigene Böttcherei um Fässer wiederaufzubereiten um diese wiederverwenden zu können.
- Die Reifezeit in den Fässern ist wahnsinnig schnell, hier muss in kurzen Abständen kontrolliert werden
Im direkten Vergleich haben die Whiskies von Kavalan schon einige Preise abgeräumt. Nach solch vielen Informationen war jeder erstmal durstig Im Folgenden findet Ihr eine Aufstellung der verkosteten Whiskies. Hier gilt mein Dank Tobias Wistuba, welcher mir seine Unterlagen und die Kommentare zur Verfügung gestellt hat.
- Kavalan Concertmaster (40%)
- King Car Conductor (46%)
- Kavalan Sherry Oak (46%)
- Kavalan Solist Sherry (59,4%)
Nach 4 Whiskies war eine Pause notwendig, denn da waren schon ein paar kräftige Tropfen dabei. Und um gestärkt in die 2. Runde zu kommen und diese auch gut überstehen zu können wurde neben Käse und Brötchen auch Schinken und mit Whisky hergestellte getrocknete Mettwürstchen serviert.
Eine Perfekte Grundlage für die 2.Runde
- Kavalan Solist Ex-Bourbon (57,1%)
- Kavalan Solist Vinho (57,1%)
- Kavalan Solist Port Cask (57,1%)
- Kavalan Solist Manzanilla (57,8%)
Ein toller Abend mit sehr zufriedenen Menschen ging zu Ende.
Wir von den Whisky Freunden Pfalz e.V. bedanken uns nochmals sehr herzlich bei Andrea Caminneci von der Fa. Schlumberger, dass wir bei diesem Tasting dabei sein durften. Bei Mr. Ian Chang für einen äußerst informativen Abend mit vielen, vielen tollen Insider Geschichten und für die sehr freundliche und zuvorkommende Art. Bei Herrn Weisser für die hervorragende Organisation.
Wir freuen uns schon auf kommende Tastings
P.S. Im Folgenden findet Ihr noch ein paar Details zu den verkosteten Whiskys
Projekt Pfälzer-Whisky-Fass anno 1951 #3
Mit dieser Artikel-Serie möchten wir über unser Projekt Pfälzer-Whisky-Fass anno 1951 berichten.
Teil #1 zu der Artikel-Serie.
Teil #2 zu der Artikel-Serie.
Der Besuch
Fast zwei Jahre sind nun vergangen seit wir über unser Projekt Pfälzer-Whisky-Fass anno 1951 berichtet haben. So war es nun an der Zeit unserem Fass mal einen Besuch abzustatten. Wie es der Zufall wollte bot sich die Gelegenheit eines Besuches, da eine kleine Gruppe von Whisky-Freunden Ende Januar in Edinburgh zum Rabbie Burns Dinner wollten und einer der Organisatoren dieser Kurzreise beim gleichen Whiskyhändler ebenfalls ein Whiskyfass lagert.
Am Besuchstag hieß es in Edinburgh dann früh aufstehen, denn wir mussten noch die Mietwagen abholen und ganze 3 Stunden in Richtung Westküste fahren. Also einmal quer durch Schottland. Aber der Abstecher hatte sich gelohnt. Wir wurden sehr freundlich von den Mitarbeitern und dem Chef von Whiskybroker Ltd. in Creetown begrüßt. Voller Stolz zeigte uns der Inhaber was er in den alten Industriehallen aufgebaut hatte und erzählte von seinen Plänen. Wir wünschen an dieser Stelle dem jungen Unternehmer viel Erfolg dabei, denn er sorgt mit seinem Dienstleistungsangebot dafür, dass solche Projekte wie unser anno 1951 möglich werden.
Zunächst suchten wir das Fass von unserem Whisky-Freund Mike, der auch die Nummer seines Fasses parat hatte. Mit einem Gabelstapler wurden wir zu seinem Fass in das Hochregallager gehoben und konnten das Fass auf Anhieb finden.
Der stolze Besitzer durfte sein Fass natürlich selbst öffnen und eine Probe entnehmen.
Wir durften auch direkt probieren.
Nun sollte unser Fass gesucht werden, allerdings hatten wir nicht wie Mike die Nummer unseres Fasses bereit. Worauf uns der Whiskybroker ganz ungläubig anschaute und fragte wie wir unter tausenden von Fässer wohl gedacht haben unser Fass zu finden. Aber wir hatten Glück, denn als wir anfingen unser Fass zu beschreiben, wusste er direkt wo es zu finden war. Wir hatten offensichtlich alles richtig gemacht und Dank der Brandings vom Weingut Braun, den Heidelberg Highlands und der Whisky Freunde Pfalz konnte sich der Herr über die Lagerhallen direkt erinnern wo das Fass zu finden war.
Für das Fotoshooting wurde unser Fass dann noch mit einem Gabelstapler ins rechte Licht gerückt.
Auch wir durften dann unser Fass öffnen und mit einem Valinch eine Probe entnehmen.
Schaut euch diese Farbe an, ein Whisky der gerade mal 6 Jahre Reifung hinter sich hat.
Mehr wird an dieser Stelle erstmal nicht verraten, es soll ja noch ein bisschen spannend bleiben. Aber es lohnt sich bestimmt unser Projekt Pfälzer-Whisky-Fass anno 1951 weiter zu verfolgen.
Slainté mhath



















